Sonntag, 24. März 2013

Minas Kommentar

Es ist einfach unfassbar! Ich hatte ja schon gemerkt, dass irgendwas im Busch ist. Erst war das Männchen weg, dafür kam das andere Männchen, dass das Weibchen als ihr Kitten ansieht. Dabei ist es schon längst ausgewachsen. Das wird nicht mehr wie ein Kitten behandelt, sondern wie ein ausgewachsener Kater!
Vorbildlich, wie ich bin, habe ich also meine Nächte auf zwei Betten verteilt. Das Weibchen nörgelte ein wenig, weil sie meinte, nicht genug Platz für ihre Beine zu haben, aber ihre Beine sind viel kürzer als die von ihrem Männchen, und der nörgelt auch nicht. Also habe ich es ignoriert und meinen Platz behalten. Das Kitten-Männchen ging immer erst viel später ins Bett, ich bin dann mit ihm gegangen, habe ihm gezeigt, wo es besonders gut riecht und so richtig kuschelig ist, aber er ist trotzdem in dieses Riesenteil gestiegen, das sie "Bett" nennen. Seins gluckert nicht so nett wie das von den Älteren.
Plötzlich war das Kitten-Männchen wieder weg und mein anderer Dosenöffner kam wieder. Alles an einem Tag. Das Weibchen und ich haben ihn begrüßt, ich habe ihm allerdings deutlich gemacht, was ich davon halte, dass er so einfach mal wegbleibt. Er ist schließlich kein streunender Kater! Er hat meine strafenden Blicke auch verstanden. So schnell bleibt der nicht wieder weg!
Das war vorgestern.
Gestern dann... ohje. Ich Arme!
Sie fuhren schon vor ihrem Frühstück weg. Zum Glück hatte ich Frühstück bekommen, aber die Spieleinheiten haben sie weggelassen. Ich bin mir sicher, dass sie meine wiederholt fragenden Blicke verstanden haben, aber sie haben es ignoriert. Sie waren aufgeregt, besonders der weibliche Dosenöffner.
Und sie haben diese komische große neue Plastikbox mitgenommen.
Nach einer Weile kamen sie wieder, und jetzt verstehe ich, warum es neue Katzentoiletten mit duftendem Sand gibt, von dem katze niesen muss.
Sie. haben. eine. neue. Katze. mitgebracht.
Dieses Ding, das etwa Teenageralter hat und mit Sicherheit bald rollig wird und uns um die wohlverdiente Nachtruhe bringen wird, kam tatsächlich AUF MICH ZU! Nicht mit mir, sagte ich zornig, und zwar sehr laut, heulend, jaulend und knurrend.
Ja, es hat mich verstanden.
Das hier ist mein Revier! Das hier ist mein Essplatz, das sind meine Dosenöffner, mein Sofa, mein Fensterplatz!
Es hat mich verstanden und war ängstlich, wie es sich gehört.
Meine Dosenöffner allerdings verstehen mal wieder gar nichts. Jedes Fauchen, Knurren und Jaulen wurde mit dem Verbots-Nein kommentiert. Dieses laute, scharfe. Das eigentlich immer nur dann kommt, wenn ich auf den Tisch springe.
Ich habe mich auf meinen Fensterbankplatz hinter der Sofarückenlehne zurückgezogen und das junge Ding beobachtet. Sie nennen es Mägänn oder so ähnlich. Blöder Katzenname, Mina klingt viel schöner, aber was verstehen DIE denn schon!
Ich habe es scharf beobachtet und dann irgendwann nur noch ganz leise gefaucht, wenn es zu dicht kam. Ein großer Menschenschritt Abstand sollte schon das höfliche Minimum sein, und bis jetzt versteht es mich, dieses Mägänn-Ding.
Eine Weile haben die Dosenöffner mit ihm auf dem Sofa gespielt und uns beide abwechselnd gestreichelt. Es sieht so aus, als müsste ich mich vorübergehend mit dem Neuankömmling arrangieren.
Nach einer Weile begann sie, alles zu beschnuppern, und dann war sie weg. Sie schnarchte hinter einer Kommode in unserem Schlafzimmer. Also scheint sie recht verständig zu sein. Sie wird schon noch verstehen, wer hier der Chef im Haus ist. Beziehungsweise die Chefin!
Hier sieht man, wie so der gerade akzeptable Abstand war. Ich habe mich hinter der Gardine aufgehalten, weil die Sonne mein Fell so schön gewärmt hat.



Kommentare:

  1. Ja, dann noch viel Spaß, Mina!
    ;-)

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  2. Du ärmste Mina,
    Deine Leiden können Spartacus und ich nachvollziehen.
    Vor 2 Wochen brachte unsere Menschenfrau ein winziges Fellknäul hier in die Wohnung, sprach davon es sei zu kalt draussen. Das würmchen hatte die frechheit aus MEINEM Napf zu fressen und als ich bekundete wie absolut inakzeptabel das ist, nahm mich die Menschenfrau auch noch auf den Arm, ungefragt, kannst du dir das vorstellen?
    Ich bekam dann von dem feinen Futter, musste allerdings mit sparta teilen dessen Körperfülle in letzter Zeit ganz schön zunimmt, das viele schmusen mit den Menschen bekommt ihm nicht gut.
    Trotzdem, wenigstens war er einer Meinung mit mir das das kleine Fellknäul nicht in unserem Revier bleiben wird und so haben wir es der Fellnase auch gesagt.
    Leider hat sie absolut nichts verstanden im Gegenteil sie leckte mir über die Nase was mich dazu brachte auch meine Krallen einzusetzen.
    die Menschen hatten ein einsehen und haben das Ding wieder entfernt. Ich sage dir Mina, soetwas... lasse ich nicht nocheinmal mit mir machen.

    mitfühlende Grüsse Arthus von Emmen

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